Leichtathletik-Gemeinschaft Alheimer
Rotenburg-Bebra e. V.
Leichtathletik • Lauftreffs • Nordic Walking • Gymnastik
Nachfolgend aufgeführt findet ihr aktuelle Informationen und Berichte unserer Athletinnen und Athleten der LG Alheimer.
Das letzte Mai Wochenende bot mit den Landesmeisterschaften in Darmstadt der Aktiven und der Jugend U16 ein sportliches Highlight der Saison. Mit mehr als 800 Athletinnen und Athleten war die dreitägige Veranstaltung, am Freitagabend gab es bereits die Titelkämpfe im Stabhochsprung, gut besetzt. Mit Emilia Wischer, Johanna Schmidt und Paul Riemenschneider war auch die LG Alheimer gut vertreten. Ähnlich wie im vergangenen Jahr in Gelnhausen waren am Freitag und Samstag sehr sommerliche Bedinungen vorzufienden, am Sonntag jedoch gewitterbedingt immer wieder Wettkampfunterbrechungen.

Paul Riemenschneider trat, wie auch bei den hessischen Hallenmeisterschaften, im Sprint und im Kugelstoßen an. Im Vorlauf verbesserte der Baumbacher seine persönliche Bestzeit deutlich und kam in 12,98 Sekunden ins Ziel. Damit hatte er die zehntschnellste Zeit der Vorläufe inne und qualifizierte sich für die Zwischenläufe. Hier konnte er leider nicht ganz an den vorherigen Lauf anschließen, mit 13,21 Sekunden verpasste er das Finale. Gute fünf Minunten nach dem Zieleinlauf war Paul auch schon wieder im Callroom für das folgende Kugelstoßen gefragt. Das Einstoßen gelang dem JGS-Schüler sehr gut, doch dann konnte er nicht so richtig in den Wettkampf finden. Als Achter zog er knapp in den Endkampf ein, im fünften Versuch gelang ihm dann ein guter Stoß auf 9,73 Meter. Damit schob er sich auf Rang sechs vor und schielte auf den, zu diesem Zeitpunkt nur 27 Zentimeter entfernt liegenden, Bronzerang. Letztlich blieb es bei einem guten sechsten Platz.
Entgegen den Verhältnissen im Vorjahr hätte man sich für die 2026er Ausgabe des Obersuhler Pfingstsportfests etwas kühlendes Nass von oben gewünscht. Bei praller Sonne im Günter-Schlosser-Stadion stellten sich insgesamt 15 LGA Sportlerinnen und Sportler verschiedensten Wettbewerben. Von Newcomer bis Routinier war alles dabei, natürlich auch gute Ergebnisse. Ein einzelnes Highlights lässt sich bei den insgesamt 42 absolvierten Disziplinen nicht ausmachen. Dabei bot Obersuhl die Gelegenheit für die anstehenden Meisterschaften, etwa die Hessischen Block oder die Nordhessischen Einzel im Juni, noch einmal unter Wettkampfbedingungen das aktuelle Leistungsvermögen zu testen.

Am frühen Morgen dominierte Uwe Krah den Kugelstoßring. Der Athlet der M60 wuchtete das 7,26 Kilogramm schwere Wurfgerät der Männer auf 9,63 Meter. Charlotte Buchenau (U18) lief über 800 Meter zur Bestzeit. In 02:44,71 Sekunden startete sie in ihre Freiluftsaison 2026. In der U16 holte sich Neele Friesen sowohl im Kugelstoßen als auch im Speerwurf den zweiten Rang. Vielfältig unterwegs war auch Levi Horak (M12). Er lief Hürden, sprintete, sprang hoch und warf den Speer. Nach einem gelungen ersten Versuch im Speerwurf konnte er sich im dritten Durchgang nochmals steigern. Sein Speer flog auf 21,83 Meter: Bestleistung.

Beim Mammutmarsch in Potsdam stellte sich unsere Sportkameradin Kerstin Rubener einer ganz besonderen Herausforderung – und meisterte sie mit beeindruckender Ausdauer. Über unfassbare 75 Kilometer führte die Strecke durch Potsdam und Berlin, vorbei an bekannten Sehenswürdigkeiten, durch die Nacht und immer wieder an die persönlichen Grenzen der Teilnehmer. Kerstin startete gestern um 14:45 Uhr gemeinsam mit vielen weiteren „Mammuts“ auf die lange Strecke. Erst heute Morgen um 5:11 Uhr erreichte sie erschöpft, aber überglücklich das Ziel. Ihre reine Gehzeit betrug starke 13 Stunden und 4 Minuten, die Gesamtzeit lag bei beeindruckenden 14 Stunden und 35 Minuten. Der Weg führte unter anderem vorbei am Olympiastadion, dem Strandbad Wannsee und weiteren bekannten Orten rund um Berlin und Potsdam. Gerade die Mischung aus Natur, Großstadtflair und der besonderen Atmosphäre einer Nachtwanderung machte den Mammutmarsch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der Mammutmarsch gilt als eines der bekanntesten Extremwander-Events Deutschlands. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern vor allem um Durchhaltevermögen, mentale Stärke und den Willen, auch dann weiterzugehen, wenn die Beine eigentlich nicht mehr wollen. Viele Teilnehmer sind stundenlang bis tief in die Nacht unterwegs – eine echte Herausforderung für Körper und Kopf. Auch wenn nun erst einmal einige Tage Regeneration nötig sind – inklusive der unvermeidlichen Blasen an den Füßen – überwiegt natürlich der Stolz auf das Erreichte. Denn 75 Kilometer zu Fuß durch Tag und Nacht zu bewältigen, ist definitiv Ausdauersport der besonderen Art.
Wir gratulieren Kerstin ganz herzlich zu dieser außergewöhnlichen Leistung!
Die DJMM, Deutsche Jugend Mehrkampf Meisterschaften, mögen etwas kryptisch klingen. Sie sind aber ein toller Wettbewerb, der auf einfachen Grundprinzipien basiert. Jedes Team darf pro Disziplin – es gibt sieben – bis zu drei Athleten an den Start bringen. Die besten zwei Ergebnisse zählen jeweils. Allerdings darf jeder maximal in drei Disziplinen eingesetzt werden. Alle Leistungen werden in Mehrkampfpunkte, etwa bekannt aus den Blockmehrkämpfen, umgerechnet und dann aufsummiert. Es gewinnt das Team mit den meisten Punkten. Logisch? Logisch, dann schnallt euch an, denn die Ergebnisse, die neun junge LGA-Damen am 14.05. auf der Röhnkampfbahn in Hünfeld abgeliefert haben, sind nicht ohne. Nicht weniger als acht (!) Ergebnisse bewegten sich auf Top-Niveau, das heißt reichten für einen einstelligen Platz in der aktuellen hessischen Jahresbestenliste.
Los ging es auf der Bahn mit dem Hürdenlauf. Und wie. Das Trio Lynn Freitag, Milla Störbrauck und Leonie Steube trat für das Team der LGA an. Alle drei liefen Bestzeit, besonders die 10,28 Sekunden von Leonie und die 10,32 Sekunden von Milla – beide stoßen damit in die hessischen Top 10 vor – sind stark. Die Überraschung des Tages gelang Ida Schneider im Weitsprung. Nur vier Tage zuvor konnte die Bebraerin erstmals die 4 Meter Marke durchbrechen. In Hünfeld flog sie direkt im ersten Versuch auf 4,69 Meter, eine ganz neue Dimension. Die Tagesbestweite ging ebenfalls an die LGA. Leonie gelang sowohl im dritten als auch im vierten Versuch ein Satz auf 4,87 Meter, Rang zwei in der HLV-Bestenliste.
Mit zwei Titeln und zahlreichen guten Ergebnissen bei den Nordhessischen Meisterschaften im Blockmehrkampf in Obersuhl, sowie einigen guten Einzelergebnissen beim Frühjahrssportfest in Eisenach nimmt die Sommersaison der LGA weiter Fahrt auf. Sowohl die U14 als auch die U12 konnten am Muttertag überzeugen und bereiteten Trainern und Eltern Freude. Mit nur 88 Meldungen waren die Blockmeisterschaften zwar nicht so gut besucht wie in den Vorjahren, die Qualität war trotzdem hoch.
Am Vormittag absolvierte ein Trio des LGA-Nachwuchses einige Disziplinen in Eisenach. Neben Oscar Buchenau, der im Sprint, Hochsprung, Ballwurf und Weitsprung jeweils Zweiter der M10 wurde, waren die Geschwister Sophie und Sarah Petersohn für die LGA am Start. Dabei stach Sarahs (W12) Sieg im Hochsprung mit 1,15 Metern heraus.
