Gute Ergebnisse trotz zäher Veranstaltung

Am 13. und 14. Juni beherbergte das frisch fertiggestellte Herrenwaldstadion in Stadtallendorf die hessischen Meisterschaften im Blockmehrkampf. Die neuen Tartanbahn wurde nur eine Woche zuvor beim Lightning 10k-Meeting eingeweiht und versprach gute Ergebnisse. Mäßiges Wetter und eine abenteuerliche Zeitplanung erschwerten die ganz großen Glanzmomenten. Ida Schneider (W13) im Block Wurf und Luisa Schmidt (W12) im Block Sprint/Sprung repräsentierten zwei Bebranerinnen die LGA unter fast 500 Teilnehmern.

Stürmt voran: Ida Schneider
Stürmt voran: Ida Schneider

Los ging es für beide im Hürdensprint. Mit einem eher defensiv gestalteten Rennen gelang Luisa trotzdem eine Zeit nahe der Bestleistung. Sie kam in 11,67 Sekunden ins Ziel. Ida kam von Beginn an gut ins Rennen und spurtete zum Laufsieg in 11,32 Sekunden. Ein gelungener Auftakt. Anschließend trennten sich die Wege, für Luisa ging es direkt weiter an die Sprunggrube, Ida hatte die erste größere Pause. Der recht böhige Wind auf der Außenanlage machte die Anlaufgestaltung zu einer echten Herausforderung. Mit 3,80 Metern konnte Luisa nicht ganz die angepeilte Weite jenseits der vier-Meter-Marke erreichen. 

Luisa Schmidt auf dem Weg zur Bestzeit
Luisa Schmidt auf dem Weg zur Bestzeit

Im Anschluss an die erwähnte Pause war Ida im Diskusring gefordert. Bei kräftigem Gegenwind konnte sie den Diskus nicht ganz passend für diese Bedingungen anstellen. Mit 14,40 Metern gelang ihr trotzdem ein solider Versuch. Nun folgte auch für die 31 Athletinnen des Blocks Sprint/Sprung eine größere Pause. Der eigentlich geplante Hochsprung wurde zurückgestellt, um die freie Sprintbahn zu nutzen. So hatten beide LGAlerinnen die 75 Meter als dritte Disziplin. Mit teils kräftigem Rückenwind flitzten sie zu Bestleistungen. Luisa näherte sich in 11,04 Sekunden der 11-Sekunden Barriere, Ida konnte sie in 10,99 Sekunden erstmals unterbieten.

Guter Ansatz aber noch zu hoch: 1,40 Meter für Luisa Schmidt
Guter Ansatz aber noch zu hoch: 1,40 Meter für Luisa Schmidt

Nun kam Luisas stärkster Auftritt. Dass sie eine gute Hochspringerin ist, hat sie bereits häufig bewiesen. Von Höhe zu Höhe kam sie besser in den Wettkampf und überhöhte schließlich im dritten Versuch 1,37 Meter. Eine deutliche Verbesserung der Bestleistung und gemeinsam mit drei anderen Athletinnen die zweitbeste Hochsprungleistung der W12. 

 

Parallel stieg Ida unter den wachsamen Augen von Trainerin Charlotte Buchenau in den Kugelstoßring. Gegenüber dem Vorjahr steigerte sie sich um rund eineinhalb Meter auf 6,48 Meter. 

Leider Glücklos an der Grube: Ida Schneider
Leider Glücklos an der Grube: Ida Schneider

Etwas ungewöhnlich machte der Weitsprung den Abschluss für Ida. Leider gelang auch ihr, durch größere Probleme im Anlauf, kein zufriedenstellender Versuch. Mit 3,95 Metern ließ sie an der Sprunggrube leider einige Punkte liegen. Im Gesamtergebnis schnitt sie mit 1950 Punkten genau einen Punkt besser ab, als im Mai bei den nordhessischen Blockmeisterschaften. Dort war sie allerdings noch im Block Lauf angetreten. Im Gesamtergebnis belegte sie Platz 14, hinter Amelie Sieland (SSC BSA) mit dem zweitbesten Ergebnis einer Nordhessin.

Viel Betrieb in Stadtallendorf
Viel Betrieb in Stadtallendorf

Noch einige Minuten später konnte auch Luisa endlich mit ihrer letzten Disziplin, dem Speerwurf, beginnen. Dieser wurde von allen 31 Athletinnen gemeinsam durchgeführt und zog sich entsprechen. Hier gelang ihr direkt im ersten Versuch ein guter Wurf auf 17,92 Metern. Dieser Wurf brachte sie zu einer Gesamtpunktzahl von 2073 Punkten, ganz nah an ihre Bestleistung. Damit sicherte sie sich Rang acht im sehr engen Klassement ihrer Altersklasse. Mit 50 Punkten weniger wäre sie 13. geworden, 50 Punkte mehr hätten Rang vier bedeuten. 

 

Nach gut sechs Stunden für Ida und knapp siebeneinhalb Stunden für Luisa waren beiden froh den Wettkampftag hinter sich gebracht zu haben. Die Anlage in Stadtallendorf überzeugte, der Ablauf und die Organisation müssen sich allerdings noch verbessern.