Erfolgreiches Jubiläum in Stadtallendorf

Das nationale Vorweihnachtskriterium feierte runden Geburtstag. Seit 1985 besteht dieser traditionsreiche Wettkampf bereits und auch bei der diesjährigen Ausgabe ließ sich die LG Alheimer den Wettkampf nicht entgehen. Bereits am Samstag gab Ben Sandrock ein großartiges Debüt, Sonntag folgten gute Auftritte von Paul Riemenschneider und Milla Störbrauck. Krankheitsbedingt schrumpfte die Truppe am Sonntag deutlich zusammen, die Ergebnisse überzeugten jedoch.

Greift nochmal an: Ben Sandrock
Greift nochmal an: Ben Sandrock

Wettkampfdebütant Ben Sandrock versuchte sich über die 800 Meter. Die kurze Bahn in Stadtallendorf macht die 800 Meter zu einer knapp viereinhalb Runden-Veranstaltung. Vom Start weg positionierte er sich gut, dem anfängliche Gerangel konnte er schnell entfliehen. Der Bebraner zeigte ein großartiges Rennen und wurde in sehr guten 02:14,49 Minuten Dritter im Lauf, welchen er gemeinsam mit der M15 absolvierte. In seiner Altersklasse (M14) sicherte er sich souverän den Sieg. Im Wettkampfjahr 2025 lief er auf Anhieb in die Top-sechs in Hessen.

Emilia Wischer läuft ins Ziel
Emilia Wischer läuft ins Ziel

In der WU20 lief Emilia Wischer gewohnt gute 800 Meter. Sie ging ihr Rennen etwas zu defensiv an, sodass sie sich erst in den letzten beiden Runden vom Feld absetzen konnte und ihr eigenes Tempo laufen konnte, ohne überholen zu müssen. Sie sicherte sich den Sieg, mit der Zeit war sie jedoch nicht ganz zufrieden. Hannah Aslan (W15) trat ebenfalls über die 800 Meter an. Sie zeigte ein gutes Rennen und lief Hallenbestzeit, 02:31,84 Minuten sicherten ihr den vierten Rang. Auch Johanna Schmidt ging über die Mittelstreckendistanz an den Start. Sie kam zum Beginn dieser Hallensaison noch nicht ganz in ihren gewohnten Schritt. „Die dritte Runde war die schlimmste“, sagte sie nach dem Lauf – trotzdem konnte sie den siebten Platz erreichen. 

Nach langer Wettkampfpause kehrte Nico Hildebrand an die Weitsprunggrube zurück. Der Hersfelder absolvierte seinen ersten Wettkampf seit Februar 2025. Im Vorkampf hatte er mit Problemen im Anlauf zu kämpfen, es gelang ihm trotz allem ein Satz auf 6,10 Meter im dritten Versuch. Für den Endkampf verlängerte er den Anlauf auf die gewohnte Länge und konnte im sechsten Versuch noch einmal auf 6,21 Meter fliegen. Das Treppchen verpasste er denkbar knapp um zwei Zentimeter.

Paul Rimenschneider im Stoß
Paul Rimenschneider im Stoß

Aus LGA-Sicht leitete Paul Riemenschneider den zweiten Wettkampftag in Stadtallendorf ein. Der dreizehnjährige legte im Kugelstoßring los. Dort konnte er sich erneut steigern. Direkt im ersten Versuch gelang ihm mit 10,59 Metern eine neue Bestleistung. Damit belegte er einen guten dritten Rang, nur drei Zentimeter hinter dem zweitplatzierten Carl-Phillipp Seifart.  Henrik Lademann (TSV Schott Mainz) siegte überlegen mit 12,50 Metern. Sowohl im Vor- als auch im Zwischenlauf des 60 Meter Sprints kam Paul Riemenschneider in 8,22 Sekunden ins Ziel. Im Finale duellierte er sich wieder mit Henrik Lademann. Leider konnte er sich knapp nicht durchsetzen, hinter Carl-Phillipp Seifart und Henrik Lademann wurde er erneut Dritter. 

Auf den Fersen von Tessa Pitz (TSV Kirchain): Maya Mlodawski
Auf den Fersen von Tessa Pitz (TSV Kirchain): Maya Mlodawski

Im 60 Meter Sprint der W12 zog Maya Mlodawski mit 9,02 Sekunden souverän in den Zwischenlauf ein. Noch ein wenig schneller war Trainingskameradin Milla Störbrauck, in 8,92 Sekunden gewann sie in Ihrem Lauf deutlich. Im Zwischenlauf bestätigte Maya Mlodawski ihre gute Zeit aus dem Vorlauf, sie kam in 9,09 Sekunden ins Ziel. Mit einem weiteren tollen Lauf konnte sich Milla Störbrauck für das B-Finale qualifizieren. Dort erwischte sie leider keinen guten Start und kam in 9,23 Sekunden ins Ziel. Dafür durfte sich die JGS-Schülerin über eine neue persönliche Bestleistung im Kugelstoßen freuen.

Luftfracht unterwegs: Milla Störbraucks Kugel auf dem Weg zur Bestweite
Luftfracht unterwegs: Milla Störbraucks Kugel auf dem Weg zur Bestweite

 Direkt im ersten Versuch stieß sie auf 7,35 Meter und setzte sich an die Spitze. Vor dem letzten Durchgang war sie auf Rang sechs abgerutscht, doch ihr gelangt mit einem Stoß auf 7,52 Metern noch der Sprung aufs Treppchen. Sie freute sich sehr über den dritten Platz und ihre neue persönliche Bestleistung. Emily Holzhauer fand keinen guten Einstieg in den Kugelstoßwettbewerb. An ihre Leistung aus Frankfurt konnte sie nicht ganz anknüpfen, 4,75 Meter reichten nicht für den Einzug in den Endkampf. Unter den 52 (!!) Weitspringerinnen konnten weder Maya Mlodawski mit 3,84 Metern noch Emily Holzhauer mit 2,99 Metern in Richtung Finale blicken.

Nach langer Verzögerung – mehr als eineinhalb Stunden nach dem geplanten Beginn – durfte die Jugend W12 mit dem Hochsprung beginnen. Gewohnt konstant konnte Maya Mlodawski auch in Stadtallendorf die 1,30 Meter überspringen. 1,35 Meter waren leider ein Stück zu hoch. „Der erste und der zweite Versuch waren ganz, ganz knapp, wirklich schade.“ kommentierte Trainer Nico Hildebrand das Geschehen an der Hochsprungmatte. Für Milla Störbrauck hatte sich das lange Warten gelohnt. Sie überquerte die Latte auch bei 1,38 Metern und sicherte sich neben Rang vier auch eine neue Bestleistung.

Einmal mehr besiegelt das Vorweihnachtskriterium das Ende des Wettkampfjahres 2025. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen können zufrieden auf dieses Wochenende zurückblicken und optimistisch auf das kommende Wettkampfjahr 2026.

 

 

Alle Ergebnisse des Tages sind unter dem folgenden Link abrufbar: https://red.laportal.net/Competitions/Resultoverview/18007